Letzte Woche erreichte der Ölpreis den höchsten Stand seit dem Sommer 2015. Kein Wunder, dass zahlreiche Deutsche nun der Meinung sind, die Heizkosten werden steigen. Unrecht haben sie nicht; folgt man nämlich den Einschätzungen der Händler, werden die sinkenden Rohöllagerbestände in den Vereinigten Staaten die Heizkosten in die Höhe treiben. Doch nicht nur die sinkenden Rohöllagerbestände sorgen für steigende Preise – auch die angedrohten Kürzungen der OPEC können, wenn sie tatsächlich umgesetzt werden, für eine Preisexplosion sorgen.

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Heizen wird wieder teurer

Deutsche, die jetzt schon befürchten, dass sie 2017 höhere Heizkosten begleichen müssen, malen „nicht den Teufel an die Wand“, sondern haben mitunter die Zeichen der Zeit erkannt, dass der Rohölpreis weiter steigen wird. Das liegt vor allem an den angekündigten Kürzungen der OPEC. So kostete ein Barrel (das sind 159 Liter) der Nordseesorte Brent am 12. Dezember noch 57,89 US-Dollar; vergangenen Freitag war der Preis um 5 Prozent gestiegen. Jedoch wurden die Kürzungen erst angekündigt; die Umsetzung soll erst mit April oder Mai 2017 folgen. Somit müssen Verbraucher davon ausgehen, dass vor dem Sommer die Erdölpreise weiter steigen werden. Kommt es zu keiner Einigung, könnte die Heizperiode 2017/2018 besonders teuer werden. Vor allem für jene, die ihr Heim mit einer alten Ölheizung beheizen.

Setzt die OPEC ihre Ankündigungen in die Tat um?

Ein weiterer Grund, warum Verbraucher mit höheren Heizkosten rechnen müssen? Die Rohöllagerbestände in den USA sinken. So verzeichnete das American Petroleum Institute einen Rückgang von rund 4 Millionen Barrel (636 Millionen Liter). Dabei handelt es sich jedoch nur um eine grobe Schätzung; die offiziellen Zahlen sollen aber noch vor dem Jahreswechsel veröffentlicht werden. Dass zwei Ölfelder in Libyen geöffnet wurden, konnte keinen positiven Effekt auslösen; die Marktteilnehmer konzentrieren sich vorwiegend auf die angekündigten Kürzungen der OPEC. Doch viele Experten zweifeln noch an den Ankündigungen. Ob die OPEC tatsächlich ihre ankündigten Drosselungen in die Tat umsetzt, wird sich erst Mitte 2017 zeigen. Viele Experten warnen zudem auch vor einer nicht zu unterschätzenden Preiskorrektur, sofern die Förderländer nicht darauf reagieren. Auch wenn die Zeichen auf eine nicht zu unterschätzende Preissteigerung stehen, ist jedoch noch nicht alles in Stein gemeißelt. Derzeit gehen die Experten von Preisen zwischen 55 und 60 US-Dollar pro Barrel aus. Mitunter können aber, wenn die Förderländer nicht reagieren, Preise von über 60 US-Dollar möglich werden und die Heizperiode besonders teuer werden lassen.

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Veraltete Anlagen sollten ausgetauscht werden

Damit die steigenden Energiekosten aber nicht die Finanzen sprengen, sollten sich die Deutschen Gedanken über ihre Heizungsanlagen machen. Vor allem Hausbesitzer, die noch ihrer veralteten Ölheizung vertrauen, sollten mitunter über eine Modernisierung nachdenken. Ersetzt der Deutsche seine Ölheizung durch eine neuartige Anlage und vertraut der Gas-Brennwerttechnik, kann er mitunter bis zu 30 Prozent an Heizkosten sparen. Das wäre, folgt man den Ansichten der Experten, dass die Heizkosten 2017 steigen werden, eine sinnvolle Alternative, die dabei helfen kann, den steigenden Preisen entgegenzuwirken.

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